Relevanz regionaler Analysen in der Versorgungsforschung

Welche Relevanz haben regionale Analysen in der Versorgungsforschung?
Die Relevanz regionale Analysen in der Gesundheitsversorgungsforschung erklärt sich aus verschieden Gründen. Zum einen spielt hier ein normativer Grund eine Rolle: Die im Grundgesetz verankerte Gewährleistung der „Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse“ gilt auch für unser Gesundheitssystem: Demnach sollte niemand aufgrund seines Wohnorts unter systematisch schlechterem Zugang oder geringerer Qualität der Versorgung leiden.
Regionale Analysen bieten aber auch die Möglichkeit, unser Verständnis von Ursache und Wirkung in der Gesundheitsversorgung zu verbessern: Will man zum Beispiel analysieren, welchen Einfluss Umweltbedingungen, Ärztedichten oder die soziale Lage auf die Gesundheit haben, kommt man hier mit bundesweiten Daten nicht weit. Um hier Aussagen treffen zu können, muss man Regionen mit ihren unterschiedlichen strukturellen Voraussetzungen und der Gesundheit ihrer Einwohner miteinander vergleichen können.

Was wissen wir bisher über regionale Versorgungsunterschiede?

Alters- und geschlechtsstandardisierte Krankheitslast (Rot: Sehr hohe Kankheitslast; grün: sehr niedrige Krankheitslast)
Quelle: BVA (2011): Evaluationsbericht zum Jahresausgleich 2009 im Risikostrukturausgleich, S. 67.

Ein erster Schritt in der Regionalanalysen ist immer erst einmal die Feststellung, wo gibt es überhaupt Unterschiede? Die hier abgebildete Karte zeigt beispielsweise, in welchen Landkreisen in Deutschland die Krankheitslast am höchsten ist (rote Färbung), und zwar unabhängig von den unterschiedlichen Altersstrukturen der Bevölkerung der Kreise.

Weitere Informationen bieten auch Gesundheitsatlanten. Dazu sind in den letzten Jahren mehrere Projekte entstanden. So zum Beispiel:
der Faktencheck Gesundheit der Bertelsmann-Stiftung oder
der Versorgungsatlas des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Vereinigungen

Weiß man um diese Unterschiede, stellt sich natürlich die Frage:

Welche Ursachen haben diese Unterschiede?

Hier eine Auswahl von Publikationen, die sich dieser Fragestellung nähern:

  • Kann eine höhere Ärztedichte Krebssterbefälle reduzieren? mehr >>
  • Führt ein Mehr an niedergelassenen Ärzten zu weniger Krankenhauseinweisungen mehr >>
  • Ist die Krankenhausbettendichte eine Ursache für die unterschiedliche Rate an Gebärmutter- und Eierstockentfernungen mehr >>
  • Welche individuellen und regionalen Merkmale erklären Unterschiede in der Prävalenz von Diabetes und Adipositas mehr >>

 
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